Cloud-Computing und Datensicherung

cloudcomputing_150Wer nicht eines Tages in Wolkenkuckucksheim aufwachen will, entwickelt langfristige Pläne darüber, wo Unternehmensdaten abgelegt werden sollen.

Wurde zunächst die Verwaltung der E-Mails vom Bürorechner ins Internet verlegt, folgen jetzt eine Reihe von Angeboten, die weitere Anwendungssoftware auf den im Netz erreichbaren Servern der Provider zur Verfügung stellen. Die in Diagrammen als Symbol für das unternehmensfremde Netzwerk stehende Wolke saugt sich mit den Datenflüssigkeiten aus den Firmenseen voll. Die Schwierigkeiten im Kreislauf des Wassers entstehen dann allerdings in der Steuerung des aus der Wolke wieder hervorgehenden Regens.

Mit der Möglichkeit, dass die auf fremden Rechnern (und womöglich in fremden Ländern) lagernden Datenbestände dem unbemerkten Zugriff Dritter (oder des eigenen Providers) ausgeliefert sein könnten, möchte ich mich hier nicht weiter befassen. In Anbetracht der heutigen Formen von Industriespionage über das Netz ist das nicht auszuschließen und muß wenigstens bei sicherheitsrelevanten Daten bedacht werden.

Mich interessiert vielmehr, ob der „Weg zurück“ klar ist. Wie bekomme ich die Daten aus der Wolke wieder in meine alleinige Verfügungsgewalt und was passiert, wenn mir der Zugang zur Wolke nicht mehr möglich ist? Auf was kann ich dann zurückgreifen?

Gibt es einen Weg, die E-Mails z.B. von Google Mail wieder in mein lokales Mailprogramm zu überspielen? Es könnte ja Gründe dafür geben, dass man sie nicht länger beim Provider belassen will. Dass der Anbieter selbstverständlich selber für Datensicherung sorgt, ist nur solange beruhigend, wie ich davon ausgehe, dass ein freier Zugang über das Netz möglich ist. E-Mails oder Daten aus Anwendungen sind mit Ausfall des Netzes oder des Providers auch weg. Kein Zugriff, keine Nutzung. Eine Datensicherungsstrategie muß auch für die Daten sorgen, die in der Wolke anfallen und sie muß mir garantieren, dass ich auf eine Sicherung jederzeit lokal (auf einem physischen Medium) zugreifen kann. Sonst kann ein Ausfall des Providers in der Wirtschaftskrise ganz schnell zu meiner Krise werden.